Deutschland

Die notwendigen Unterlagen bei der Durchführung von Bautätigkeiten in Belgien

Der im Ausland ansässige Arbeitgeber kann seine Arbeitnehmer nach Belgien entsenden, aber er muss die örtlich geltenden Bedingungen der Beschäftigung erfüllen. Laut dem belgischen Arbeitsrecht liegt eine Arbeitnehmerentsendung grundsätzlich dann vor, wenn ein Arbeitnehmer auf Weisung seines Arbeitgebers eine Beschäftigung für eine bestimmte Zeit in Belgien ausübt. Der Arbeitnehmer arbeitet in der Regel auf dem Territorium von einem oder mehreren Ländern, anderen als Belgien, oder er ist in einem anderen Land, als Belgien, angestellt.

Das Definition der Arbeitsbedingungen, Löhne und Beschäftigung umfasst eine Reihe von Rechts-und Verwaltungsvorschriften sowie den vertraglichen Bestimmungen, die den Schutz der Rechte der Arbeitnehmer versichern. Die fremden Vorschriften können angewendet werden, solange sie für die Arbeitnehmer günstiger sind.

A1-Bescheinigung

Laut der Verordnung der Europäischen Union Nr. 883/2004 die Angehörigkeit des Arbeitnehmers zu dem Versicherungsanstalt in einem Niederlassungsland kann während der Dauer der Entsendung nach Belgien für einen Zeitraum von höchstens 24 Monaten gehalten werden. Zu diesem Zweck muss der Arbeitnehmer über A1-Bescheinigung verfügen, die sicherstellt, dass er dem Versicherungssystem seines Niederlassungslandes unterliegt.

Sollte der Arbeitnehmer am Ende der Frist der Entsendung seine Arbeit noch nicht beendet haben, kann die Dauer verlängert. Die Verlängerung wird auf der Grundlage der gegenseitigen Vereinbarung zwischen den entsprechenden Versicherungsanstalten der beiden Ländern getroffen werden.

Der Antrag auf Verlängerung der Dauer der Entsendung soll man dem Versicherungsanstalt des Herkunftslandes vorlegen. Sollte die Anstalt Ihre Bitte unter Berücksichtigung der angegebenen Gründe nachgekommen werden, dann richtet sie sich mit einer Bitte an die belgischen Sozialversicherung. (Office National de Sécurité Sociale Belge).

Limosa-Meldung

Jeder Arbeitnehmer und Selbständige, die vorübergehend Dienstleistungen in Belgien erbringen wollen, sind gehalten ihre Tätigkeit vor der Ausführung bei den belgischen Behörden anzumelden.Zu diesem Zweck hat der belgische Staat die mehrsprachige Web-Plattform „Limosa“ (Landenoverschrijdend Informatiesysteem ten behoeve van MigratieOnderzoedk bij de Sociale Administratie) am 1.April 2007 eingerichtet. Die Meldung muss grundsätzlich von dem deutschen Arbeitgeber vorgenommen werden, der seine Arbeitnehmer nach Belgien entsendet.

Limosa ist ein Schlüssel für rechtmäßige Erbringung von Arbeiten durch eine Person, die der belgischen Sozialversicherung nicht unterliegt.

Um die Meldung richtig zu erfüllen, müssen es Angaben zum Arbeitnehmer, Beginn- und Enddatum der Entsendung nach Belgien, Art der Dienstleistung, zum Ort der Leistungserbringung, zum Auftraggeber, Wochenarbeitszeit und Stundenplan des Arbeitnehmers gemacht werden

Der Meldenachweis (Limosa-1-Nachweis) kann online ausgedruckt werden und ist dem Auftraggeber vorzulegen und auf der Baustelle aufzubewahren, da sonst Sanktionen drohen.

Registrierung in OPOC

Die ausländischen Bauunternehmen, die ihre Arbeitnehmer zwecks Arbeit nach Belgien entsenden, müssen die Leitlinien des Bausektors – sogenannte  Treuemarken (fr. timbres fidélité) befolgen. Sie bestehen in der Zahlung der jährlichen Bonus an Mitarbeiter, die in einem oder mehreren Baufirmen während des Jahres gearbeitet hat. Die Treuemarken wurde im belgischen Tarifvertrag geregelt.

Diese Prämie kompensiert dem Mitarbeiter seine Loyalität gegenüber dem Bausektor und ermutigt ihn zu weitere Arbeit in dieser Branche. Da dieses System stellt einen Teil der Mindestanforderungen der Beschäftigung dar, müssen die ausländische Unternehmen es auch beachten. Unter bestimmten Umständen können die ausländischen Arbeitgeber diese Anforderung zu vermeiden, sofern sie die Existenz von vergleichbaren Vorteilen in das Herkunftsland beweisen, wie z. B. Jahresbonus oder dreizehntes Monatsgehalt (deren Höhe entspricht in etwa ein Monatsgehalt).

Die Rechtsquellen:

  • Richtlinie 96/71/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1996 über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen
  • das belgische Gesetz vom 5.März 2002, das die Richtlinie 96/71/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 1996 transponierte.

Die legale Arbeit mit ausländischem Bauunternehmer

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